FLÜGELSCHLAG

Insekten in der zeitgenössischen Kunst
In Kooperation mit dem Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
7. Juli bis 13. Oktober 2019

Seit jeher ist die Beziehung von Mensch und Insekt von Ambivalenzen bestimmt: Nutzen und Schaden, Fluch und Segen, Faszination und Phobie. Das drängende Thema des Insektensterbens jedoch hat den Blick des Menschen auf die kleinen Kerbtiere verändert: Ihre unabweisliche Bedeutung für das fragile ökologische Gleichgewicht und die Biodiversität der Natur ist in den Fokus geraten. Ihre zunehmende Abwesenheit wird immer spürbarer und damit wächst auch die Sehnsucht nach ihrer Rückkehr. Für die Tiere, die jahrzehntelang mit Insektengiften und -fallen vertrieben wurden, werden nun „Insektenhotels“ im Garten installiert und Bienenstöcke allerorten aufgestellt.

PRESSEBILDER

Lili Fischer, Schnakenstudie, 2005
Gregor Törzs, Wing Wing No. 3, 2018
José María Sicilia, Sanlúcar de Barrameda, 2002
Lea Grebe, o. T. (Fliege), 2018
Dominic Harris, Baby Flutter, 2012
Timo Kahlen, Zwiebelmuster, 2006
Akihiro Higuchi, HANA, H0118
Mirko Baselgia, Antupada – The Bee dreams up the Flower, the Flower dreams up to the Bee, 2012

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ 

Albert Einstein

Das Museum Sinclair-Haus stellt in der Ausstellung „FLÜGELSCHLAG. Insekten in der zeitgenössischen Kunst" Künstlerinnen und Künstler vor, die diese Verschiebung in der Beziehung von Mensch und Insekt mit ihren Arbeiten erspüren und sich den fremdartigen Wesen annähern. So wird besonders das Schwarmverhalten erforscht und mit verschiedensten künstlerischen Mitteln sichtbar gemacht. Diese gleichsam naturwissenschaftlichen Untersuchungen kreisen immer wieder um die Frage, ob die Strukturen und Verhaltensweisen von Schwärmen auch auf menschliche Gesellschaftsprozesse übertragbar sind. Gleichzeitig wird auch das aus der Masse herausgelöste individuelle Insekt betrachtet. Bei Tieren, die oft in großen Gruppen wahrgenommen werden, ist die Konzentration auf das einzelne Lebewesen ungewohnt. Die lebensgroße und somit erstaunlich kleine Bronzeskulptur eines Käfers richtet die Aufmerksamkeit auf das Leben und den Tod des Einzelnen. Auch von Insekten hergestelltes Material wie Wachs dient den Künstlerinnen und Künstlern als Werkstoff. So sind in der Ausstellung unterschiedlichste Skulpturen, Reliefs, Zeichnungen, Fotografien, Filme und Installationen zu entdecken, die allesamt rund um das Thema „Insekt“ kreisen.

PRESSEINFO

PROGRAMMHEFT


PRESSESTIMMEN 

„Sehr sehenswert, eine Ausstellung, die das Phänomen mit klug gewählten Arbeiten von allen Seiten beleuchtet, einkreist... und auf den Punkt bringt“

Tanja Küchle über die Ausstellung, hr2-kultur, Kulturfrühstück, 9. Juli, 7:30 Uhr

hr2-kultur – FRÜHKRITIK


PRESSEBILDER

 

Mirko Baselgia, Antupada - The Bee dreams up the Flower and the Flower dreams up the Bee, 2012
© Mirko Baselgia

Bertozzi & Casoni, Vaso con mazzo di fiori, 2018
© Bertozzi & Casoni, VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Courtesy of Beck & Eggerling International Fine Art, Düsseldorf, Vienna

Lili Fischer, Schnakenstudie, 2005
© Lili Fischer, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Akihiro Higuchi, HANA, H0118
© Akihiro Higuchi, Courtesy of Mikiko Sato Galerie, Hamburg

 

Akihiro Higuchi, HANA, H0718
© Akihiro Higuchi, Courtesy of Mikiko Sato Galerie, Hamburg

Gregor Törzs, Wing Wing No. 3, 2018
© Gregor Törzs, Courtesy of Persiehl und Heine Galerie für Fotografie

Rosemarie Trockel, á la Motte, 1993
© Rosemarie Trockel, VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Anita Albus, „Isabellafalter”, 2012 Graellsia isabelae
© Anita Albus


Lea Grebe, o.T. (Käfer groß), 2018
© Lea Grebe, Courtesy of Karin Wimmer Contemporary Art

Maximilian Prüfer, Bestäubung, 2018
© Maximilian Prüfer

Christa Sommerer & Laurent Mignonneau, People on the Fly
© Christa Sommerer & Laurent Mignonneau, Courtesy of Galerie Anita Beckers, Frankfurt

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