EINE LANDSCHAFT ENTSTEHT

Mit dem Ende der Ausstellung Illusion Natur. Digitale Welten wurde auch das Werk Paysages possibles von Joanie Lemercier vollendet. Die Arbeit, die im Museum Sinclair-Haus erstmalig ausgestellt wurde, zeigt drei Landschaftsformationen: Wüste, Gebirge, Meer. Es handelt sich dabei nicht um reale, sondern um imaginierte Landschaften, die Joanie Lemercier am Computer erschuf. Um diese zu Papier zu bringen, entwickelte Lemercier einen Algorithmus, eine Handlungsanweisung für den Computer, der eine in der Ausstellung stehende Plottermaschine steuerte. Mit Hilfe des Algorithmus zeichnete die Plottermaschine täglich vor den Augen der Museumsbesucher je ein Blatt. Die Maschine erzeugte nach und nach Teile der Landschaftskomposition – 80 Blätter entstanden insgesamt. Die Besucher konnten so über den Ausstellungszeitraum von 12 Wochen hinweg die Entstehung des Kunstwerks Paysages possibles beobachten und miterleben, wie sich die weißen Wände mit diesen „Landschaften“ füllten.

Joanie Lemercier wurde 1982 in Pithiviers, Frankreich geboren und lebt und arbeitet heute in Brüssel. Er wurde vor allem durch großformatige Lichtinstallationen bekannt, in denen er sich mit der Wahrnehmung unserer Umwelt auseinandersetzt.

Abbildungen: "Paysages possibles", 2019, ©studioJoanieLemercier, Artist production: Juliette Bibasse, Fotos: Michael Habes

 

 

 

 

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