Chiharu Shiota

Gedankenlinien
31. März bis 16. Juni 2019

Mit der Ausstellung „Chiharu Shiota. Gedankenlinien“ gibt das Museum Sinclair-Haus einen umfassenden Einblick in den tiefen schöpferischen Kosmos der japanischen Künstlerin. Chiharu Shiota wurde 1972 in Osaka geboren und studierte zunächst Malerei in Kyoto. Sie beendete ihr Kunststudium in Berlin als Schülerin von Marina Abramovic. Diese riet der jungen Künstlerin, mit verschiedensten Ausdrucksformen zu experimentieren. So begann sie Wasser, Feuer und Erde in ihren Werken zu verwenden. Für die Performance „Try and Go Home“ beschmierte sie ihre Haut mit Erde, legte sich in ein Erdloch und fastete vier Tage lang. Ihr eigener Körper ist in den Anfängen bereits essenzieller Bestandteil und Ausgangspunkt ihrer Arbeiten. Themen wie Erinnerung und Vergessen, Präsenz und Absenz des Körpers untersucht sie gleichermaßen wie die Verflochtenheit und Vielschichtigkeit von menschlichen Beziehungen.
  

Try and Go Home, 1997
The Key in the Hand, 2016
Beyond Time, Yorkshire Sculpture Park, 2018, Foto: Jonty Wilde
Drifting, 2019
Passage, 2018
In Silence, 2017
State of Being (Dress), 2018

Unser Leben ist eine Reise
mit ungewissem Ziel. Wir sind
bereit zu gehen, aber wir
wissen nicht genau, wohin.

Chiharu Shiota

Rote Farbe nimmt im Werk der ausgebildeten Malerin ebenfalls eine besondere Bedeutung ein, sie erinnert damit an menschliches Blut. Für ihre Arbeit „Becoming Painting“ bemalte sie ihren Körper, ihr Gesicht und ihr weißes Leinengewand mit roter Farbe und wurde durch diese Verknüpfung von Malerei und Performance selbst Teil des Werkes. Die rote Farbe überträgt sie in ihren neueren Arbeiten in rote Fäden, die sie zu kleinen oder sogar raumfüllenden Netzinstallationen zusammenknüpft. Mit den Netzen umspinnt sie Alltagsgegenstände, die Ausdrucksträger menschlicher Handlungen sind und Vergessenes in Erinnerung rufen. So nutzt sie für ihre Arbeiten Objekte wie ein ausgebranntes Klavier, ein Brautkleid, einen Damenmantel, zahlreiche Schlüssel oder Holzboote, wie zuletzt 2015 bei der Biennale in Venedig. Diese Arbeiten bilden poetische Rauminstallationen, die unmittelbar mit ihren frühen Performances in Zusammenhang stehen. Die Fäden und ihre Verflochtenheit sind für Shiota zudem ein Zeichen für die Ausdehnung des Lebens über den Körper hinaus, wie in Schlaf und Traum, in Gedanken und Imagination – unsichtbare Verknüpfungen, die sie mit ihren Netzen sichtbar macht.

VERNISSAGE

Mit offenem Atelier
Sonntag, 31. März 2019, 11 Uhr
Eintritt frei

PROGRAMMHEFT

 

 

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ADRESSE MUSEUM

MUSEUM SINCLAIR-HAUS
Löwengasse 15, Eingang Dorotheenstr.
61348 Bad Homburg v. d. Höhe

T +49 (0) 6172 404-120
info@museum-sinclair-haus.de

BÜROADRESSE TEAM

ÖFFNUNGSZEITEN

Wegen Ausstellungsaufbau
bleibt das Museum bis zum
30. März geschlossen.

Di 14–20 Uhr
Mi bis Fr 14–19 Uhr
Sa, So und an Feiertagen 10–18 Uhr
Montags geschlossen.
(Oster- und Pfingstmontag 10–18 Uhr)

EINTRITTSPREISE

6 Euro, ermäßigt* 4 Euro,
mit Kulturpass 1 Euro,
mittwochs Eintritt frei

*Ermäßigten Eintritt erhalten: Schüler/-innen, Studierende und Auszubildende bis 27 Jahre, Arbeitslose, Schwerbehinderte

Freien Eintritt erhalten: Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre), Inhaber von Frankfurt Pass, Bad Homburg Pass, Museumsufercard und ICOMcard